Winterzauber-Tour zur Halleschen Hütte

Es ist November. Das Thermometer pendelt um den Gefrierpunkt, aber der Blick aus dem Fenster lässt jedes Biker-Herz sofort höher schlagen: strahlend blauer Himmel, kein einziges Wölkchen, und draußen liegt eine frisch gefallene, wunderschöne weiße Decke. Kein nasser Matschschnee, sondern fester, leicht überfrorener Untergrund. Ganz egal, wie kalt es ist – da gibt es keine Ausreden. Ab aufs Rad!

Rauf auf den Ziegenrücken

Der Kästestraße-Uphill im Winter

Die Sonne steht an diesem Tag tief und knapp über den Bergen, während wir uns auf den Weg machen. Ziel ist der Klassiker vor der Haustür: hoch zur Käste, und das am besten über den Ziegenrücken. Der Anstieg verlangt bei den Bedingungen natürlich nach etwas Druck auf dem Pedal, aber der feste Schnee packt gut mit an.

Oben angekommen wird erst mal durchgeschnauft. An der Hütte packen wir die Thermoskanne aus – der heiße Kaffee dampft in der klaren Winterluft. Einfach mal kurz innehalten, die Stille genießen und den Blick über das winterliche Panorama schweifen lassen, während die Sonne die Bergkuppen anstrahlt. Genau für solche Momente schraubt man sich im Winter aufs Bike.

Strecke

 ⇢ 29 km
⇡ 742 m

Typ

Befestigt 0 km
Unbefestigt 29 km

Fahrbar für

eMTB

Skill-Level

Solange man auf Schnee nicht komplett ausflippt und mit Allem rechnet ist das eine wunderbare Runde. Die Tour führt an diversen Hütten und Aussichtspunkten entlang. Pack dir unbedingt Kaffee ein.

Orte auf der Tour: Hallesche Hütte, Käste, Okertal

Panorama-Overload an der Halleschen Hütte

Ein genialer Blick ins Okertal

Nach der Pause geht es weiter über die Käste Richtung Hallesche Hütte. Wer den Spot kennt, weiß, warum das einer der absoluten Hotspots im Harz ist.

Der Blick ins Okertal ist von hier aus einfach gigantisch. Bei so einer klaren Winterluft reicht die Sicht gefühlt ewig weit – ein echtes Postkartenmotiv und der perfekte Ort, um den Kopf komplett frei zu kriegen.

Trail-Check auf dem Rückweg

Reifen-Hand-Auge-Koordination auf Schnee gefragt

Über das Diabas-Bergwerk nehmen wir Kurs auf den Heimweg. Auf den letzten Metern habe ich bewusst den ein oder anderen kleineren Trail eingebaut.

Einfach mal austesten, wie sich das Bike bei eisigen Bedingungen und auf Schnee verhält, wie der Grip greift und das Vorderrad durch die Kurven zieht.

Hier wird alle Energie auf die Fahrskills umgeleitet. Besser man rechnet mit Allem, da man nicht genau sehen kann was unter dem Schnee ist.

Fazit

Der Harz im Winter ist einfach eine eigene Liga. Wenn Bedingungen, Route und der passende Kaffee in der Thermoskanne stimmen, wird aus einer kalten November-Runde ein absolutes Highlight.

Die Tour

Wenn Du die Tour nachfahren willst, schmeiß‘ gern ein paar Münzen in die FichtenAffe Kaffeekasse.